Juli 2014 www.initiative.cc
Geschichten
Der
Ziegelstein
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Ein junger und erfolgreicher Manager fuhr mit seinem neuen Auto in hoher Geschwindigkeit dahin. Plötzlich kam ein Ziegelstein geflogen und schlug mit Gewalt auf die Seitentür des Wagens. Der Fahrer bremste scharf und schaltete den Rückwärtsgang ein, bis zur Stelle, wo der Stein hergekommen war. Sprang aus dem Wagen, packte den kleinen Verbrecher und schob ihn gegen den geparkten Wagen: Warum hast du das getan? Wer bist du? Weißt du, welchen Schaden du mir gemacht hast? Dies ist ein neues und teures Auto, verstehst du? Der Ziegelstein, den du geworfen hast, wird mir viel Geld kosten! Warum hast du das getan?
Bitte, Herr, entschuldigen Sie mich, ich wusste nicht, was ich tun sollte!, bat der Knabe. Niemand wollte hier sein Auto stoppen, um mir zu helfen. Tränen strömten über seine Wangen, während er in Richtung eines umgefallenen Rollstuhles hinwies. Es ist mein Bruder. Er rollte ohne Hemmung über den Randstein der Straße und fiel aus seinem Rollstuhl. Ich habe nicht die nötige Kraft, ihn aufzuheben. Können Sie mir vielleicht helfen, ihn in seinen Rollstuhl zurückzubringen? Er hat sich verletzt und ist zu schwer für mich.
Tief bewegt und ohne
ein Wort zu sagen, ging der junge Fahrer zum kleinen Verunglückten,
hob ihn auf und setzte ihn wieder in seinen Rollstuhl. Dann nahm er sein
Taschentuch, wischte und prüfte die Schrammen und Wunden, um zu sehen,
ob alles in Ordnung sei.
Vielen Dank,
Herr! Der liebe Gott wird Sie dafür segnen!, bedankte sich der
Junge, dann griff er mit beiden Händen zu und schob den Rollstuhl seines
Bruders nach Hause.
Der junge Fahrer folgte ihm mit seinen Augen und bewegtem Herzen, während der Rollstuhl sich mehr und mehr entfernte. Dann kehrte er zu seinem Auto zurück. Es folgte ein langer, langsamer Weg bis nach Hause.
Die verbeulte Tür wurde niemals repariert. Der Fahrer ließ sie, wie sie war, um sich ständig daran zu erinnern, nicht so schnell durchs Leben zu rennen, dass jemand einen Ziegelstein werfen muss, um Aufmerksamkeit zu bekommen....
Aus Familienkalender 2012
Ubuntu
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Ein Anthropologe bot Kindern eines afrikanischen Stammes der Xhosa-Kultur ein neues Spiel an. Er stellte einen Korb voller Obst in die Nähe eines etwas entfernten Baumes und sagte ihnen, wer zuerst dort sei gewinnt die süßen Früchte.
Als er ihnen das Startsignal
gegeben hatte, nahmen sie sich gegenseitig an den Händen und liefen
so gemeinsam zum Baum!
Dort angekommen, setzten sie sich gemeinsam auf den Boden und genossen ihre
Leckereien zusammen. Als der Lehrer sie fragte, weshalb sie so gelaufen
seien, wo doch jeder die Chance hatte, die Früchte für sich selbst
zu gewinnen, antworteten sie:
"Ubuntu" (das bedeutet) " ICH bin weil WIR sind" und
erklärten dazu: "Wie könnte einer von uns froh sein, wenn
all die anderen traurig sind?"
Garten
umgraben
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Ein
alter Araber lebt seit mehr als 40 Jahren in Chicago. Er würde gerne
in seinem Garten Kartoffeln pflanzen, aber er ist allein, alt und schwach.
Deshalb schreibt er eine E-Mail an seinen Sohn, der in Paris studiert:
"Lieber Ahmed, ich bin sehr traurig weil ich in meinem Garten keine
Kartoffeln pflanzen kann. Ich bin sicher, wenn du hier wärst, könntest
Du mir helfen und den Garten umgraben. Dein Vater."
Prompt erhält der
alte Mann eine E-Mail aus Paris:
"Lieber Vater, bitte rühre auf keinen Fall irgendetwas im Garten
an. Dort habe ich nämlich wichtige Dinge für eine heilige Mission
versteckt. Dein Sohn Ahmed. Gepriesen sei Allah"
Keine sechs Stunden später umstellen die US Army, die Marines, das FBI und die CIA das Haus des alten Mannes. Sie nehmen den Garten Scholle für Scholle auseinander, suchen jeden Millimeter ab, finden aber nichts. Enttäuscht ziehen sie wieder ab.
Am nächsten Tag
erhält der alte Mann wieder eine E-Mail von seinem Sohn:
"Lieber Vater, ich nehme an, dass der Garten jetzt komplett umgegraben
ist und du Kartoffeln pflanzen kannst. In Liebe, Ahmed! Gepriesen sei der
amerkikanishce Geheimdienst"
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